Die ersten Spuren menschlicher Besiedelung finden sich im Süden der Verbandsgemeinde; sie stammen aus der Mittelsteinzeit (10000 bis 4000 v. Chr.). Während der Jungsteinzeit und der Bronzezeit breitete sich die noch karge Besiedelung bis an den Rand der Islek-Hochfläche aus. Die Kelten, das erste namentlich bekannte Volk, wanderten im vierten vorchristlichen Jahrhundert in unsere Heimat ein. Erinnerungen an die Keltenzeit sind die mächtigen Wehranlagen der Ferschweiler Hochfläche. Um 50 v. Chr. besetzten die Römer unter Cäsar das Land. Ihr kultureller Einfluss erstreckte sich vorwiegen auf den Raum Körperich-Mettendorf, wo sich an mehreren Stellen Siedlungsreste befinden. Die Römer und romanisierenden Kelten zogen sich 450 n. Chr. vor den anrückenden Franken zurück; die Landnahme der Franken vollzog sich im Zeitraum mehrerer Jahrhunderte. Die früher fränkischen Siedlungen befanden sich ebenfalls im südlichen Teil der Verbandsgemeinde. Der Islek, das waldreiche und weniger vom Klima begünstigte Gebiet im Norden der Verbandsgemeinde, wurde größtenteils erst im 12. und 13. Jahrhundert erschlossen. Doch wurde der Burgplatz Neuerburg wahrscheinlich schon im 9. Jahrhundert in Anspruch genommen.
Nach dem Jahre 1000 zerfiel die ursprünglich fränkische Gauverfassung und es bildeten sich die verschiedenen Grafschaften und Herrschaften. Die Verbandsgemeinde Neuerburg gehörte in ihrer Gesamtheit zur Grafschaft (später Herzogtum) Luxemburg. Der Norden und der Osten unterstanden der Herrschaft Neuerburg. Der Süden und der Westen der Herrschaft Vianden. An der deutsch-luxemburgischen Landesgrenze gehörten kleinere Teile zu den Herrschaften Falkenstein und Dasburg. Als einzige Klostergründung von Bedeutung ist in der Verbandsgemeinde Neuerburg die Templerniederlassung in Roth (erstmals 1244 n. Chr. erwähnt) zu nennen. Als ein Ort von zentraler Bedeutung entwickelte sich Neuerburg. Zu Füßen einer Burg, die von einflussreichen Rittergeschlechtern bewohnt wurde, blühten Handel und Wandel. Neuerburg erhielt 1332 Stadtrechte. Im Laufe des Mittelalters und der frühen Neuzeit bestimmten die mit zahlreichen Vorrechten ausgestatteten Zünfte das wirtschaftliche Leben nicht nur in der Stadt, sondern auch in der näheren und weiteren Umgebung. Die alte Feudalherrschaft zerfiel beim Einmarsch der Franzosen im Jahre 1794. Unsere Heimat wurde 1801 dem Departement der Wälder und dem Arrondissement Bitburg zugeteilt. Als Untergliederung entstand für den größten Teil der heutigen Verbandsgemeinde der Kanton Neuerburg
Nach dem Wiener Kongress (1815) geriet unsere Heimat durch die Reduzierung des Luxemburger Landes bis zur Our und Sauer erstmals in eine Grenzsituation, die sich in der Folgezeit nachteilig auswirkte. Im Rahmen dieser Neuordnung entstand der Kreis Bitburg. Die Zahl der Bürgermeisterein war zuerst noch erheblich. Innerhalb der Verbandsgemeinde bestanden als selbstständige Verwaltungsbezirke Ammeldingen (b. Neuerburg), Geichlingen, Karlshausen, Körperich, Koxhausen, Kruchten, Lahr, Mettendorf, Neuerburg, Nusbaum, Roth, Utscheid, Wallendorf und Weidingen. Sie reduzierten sich nach und nach. Im Zuge der Verwaltungsvereinfachung des Jahres 1880 wurden Wallendorf und Roth dem Amt Körperich angegliedert. Gleichzeitig wurde aus den Bezirken Ammeldingen, Geichlingen, Karlshausen, Koxhausen und Lahr das Amt Neuerburg-Land gebildet: die Stadt Neuerburg blieb amtsfrei. Lahr und Geichlingen schieden 1919 auf eigenen Wunsch aus und wurden Körperich zugeschlagen. Schon 1914 hatten Mettendorf und Nusbaum ihre Selbstständigkeit aufgeben müssen, nachdem sie schon längere Zeit hindurch mit Körperich in Personalunion verwaltet worden waren. Utscheid und Weidingen waren bis 1871 Verwaltungssitz, dann wurde das Amt Baustert mit Sitz in Oberweis gebildet. 
Bei der Verwaltungsreform des Jahres 1970 entstand durch den Zusammenschluss der Verwaltungsbezirke Neuerburg-Land und Körperich (mit Ausnahme Wallendorf), der Stadt Neuerburg und mehrerer Gemeinden aus der Verbandsgemeinde Oberweis die neue Verbandsgemeinde Neuerburg. Die Verbandsgemeinde Neuerburg besteht heute aus der Stadt Neuerburg als Sitzgemeinde und au den 48 Ortsgemeinden: Affler, Altscheid, Ammeldingen/Nbg., Ammeldingen/Our, Bauler, Berkoth, Berscheid, Biesdorf, Burg, Dauwelshausen, Emmelbaum, Fischbach-Oberraden, Gemünd, Geichlingen, Gentingen, Heilbach, Herbstmühle, Hommerdingen, Hütten, Hüttingen, Karlshausen, Keppeshausen, Körperich, Koxhausen, Kruchten Lahr, Leimbach, Mettendorf, Muxerath, Nasingen, Niedergeckler, Niederraden, Niehl, Nusbaum, Obergeckler, Plascheid, Rodershausen, Roth/Our, Scheitenkorb, Scheuern, Sevenig, Sinspelt, Übereisenbach, Uppershausen, Utscheid, Waldhof-Falkenstein, Weidingen und Zweifelscheid. Auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde von rund 246 qkm wohnen 10.691 (Stand 31.12.2002) Einwohner. Die Wirtschaftsgrundlagen sind hauptsächlich die Landwirtschaft, das mittelständische Gewerbe, der Dienstleistungsbereich und der Fremdenverkehr. 

Bürgermeister der neu gegründeten Verbandsgemeinde war Werner Theisen bis zum Jahr 1984, vom 01.04.1984 bis zum 31.12.2001 wurden die Geschicke der Verbandsgemeinde von Günter Keßler als Bürgermeister geleitet.
Zum 01.01.2002 hat Norbert Schneider als 1. urgewählter Bürgermeister der Verbandsgemeinde Neuerburg das Amt des Bürgermeisters übernommen.


Fraubillenkreuz
Blick auf Neuerburg
Das Departement des Forêts (Wälderdepartement)
Grenzverlauf der preußischen Rheinprovinz zu Luxemburg
Neuerburg
...ein geschichtlicher Überblick