|
Ortsgemeinde Weidingen |
|
|
Allgemeines: 208 Einwohner; 434 Meter Höhe ü. N.N.; Gemarkungsfläche: 586 Hektar Geschichte: Die Gemeinde besteht aus den früher selbständigen Gemeinden Weidingen und Niederweidingen. Der Überlieferung nach stand etwa bis zum Jahre 730 an der Stelle der heutigen Kirche ein Tempel der nordischen Göttin Frena. Vom heiligen Willibrord, der zu dieser Zeit die Christianisierung in unserem Gebiet bewirkte, wurde dieser Tempel in ein katholisches Gotteshaus umgewandelt, welches jedoch im Laufe der Jahrhunderte zerfiel, so dass das Muttergottesbild schließlich einsam und verlassen in einem Weidenstrauch stand. Daher entstand der Ortsname "Weidig", oder "Widen", oder "Wedingen", oder, wie es heute heißt, "Weidingen". Um die Jahre 1205/06 erbaute Graf Friedbald von Hamm eine etwa 25 Ellen lange und 10 Ellen breite Kirche, von der heute noch der Teil vom Turm bis zum Beichtstuhl steht. Doch schon bald erwies sich die Kirche, die im Jahre 1247 Pfarrkirche wurde, wegen der täglich mehr werdenden Pilger als viel zu klein. Im Jahre 1396 wurde dann die erste Kirche um ein Joch verlängert. Hierdurch entstand der heute als "Alte Kirche" bekannte Teil, der oft fälschlicherweise als Seitenschiff angesehen wird. Um Raum zu schaffen, brach man im Jahre 1500 die rechte Wand der alten Kirche durch, um eine größere dritte Kirche anzubauen. Im Jahre 1541 wurde ein Teil der ersten Kirche abgebrochen, um einen hohen Turm anzubauen. Zweimal wurde diese neue Kirche vom Blitz zerstört, desgleichen der Turm. Zum dritten Mal wurde die große Kirche aufgebaut im Jahre 1771, allerdings um ein Joch kürzer als früher. Der Turm wurde im Jahre 1783 ebenfalls nicht mehr in der früheren Höhe aufgebaut. Weidingen ist auch heute noch ein bekannter Wallfahrtsort. Sehenwertes: Wallfahrtskirche, altes Waschhaus Freizeitmöglichkeiten: Wandern auf gut ausgebauten Wanderwegen; Veranstaltungen: Kirmes am 16. Juli oder am darauffolgenden Wochenende |
Ortsansicht |